Mittwoch, 6. Mai 2015

Surfen, Campen aller Art, Sonnenuntergänge & Wasserfälle

Ich möchte an diesem Punkt davor warnen, dass dieser Eintrag EXTREM Sonnenuntergangsbildlastig ist (ähnlich wie der Whitsundays Eintrag)... Wir haben fast jeden Abend ein spektakulären und unterschiedlichen Himmel beobachten können und die Bilder sind einfach von jedem Mal viel zu schön und vielfältig um sie NICHT zu teilen :-) 
Nach Fraser Island mussten Marielle und ich noch auf Charlotte warten, haben die Tage eher gegammelt und unter anderen Leuten verbracht. Rainbow Beach ist wirklich tote Hose, außer Strand und Fraser Touren gibt es wirklich absolut NICHTS zu tun! 
Sobald Charlotte kam sind wir zu dritt weiter hoch nach Hervey Bay gefahren, wo Mellie ihren Fraser Island Tourenstart hatte. Dort sind wir auch nur für einen Sonnenuntergang (da ist schon der erste...) und Fast-Food-Fraß geblieben und dann entschieden noch ein bisschen Strecke hinter uns zu lassen. Die beiden Französinnen sind super süß und wir verstehen uns generell echt einwandfrei (4 gackernde Hühner eben), aber sie sind echt auch verplant! So kam es in dieser Nacht wie in fast jeder anderen dazu, dass wir ohne Plan lange gefahren sind und nach Stunden dann die Aussage kam "ach ja hier gibt es überhaupt keine Campingplätze in der Nähe" und wir dann ständig in irgendwelche Seitenstraßen und Büsche zum Wildcampen gefahren sind (wir hatten Glück, denn sowas kann auch echt mit teurer Strafe enden- Wildcampen wird hier in Australien gar nicht geduldet!). Unerwischt hatten wir dann aber total gute Nächte, und je weiter nördlich -desto wärmer würde es auch wieder.
Hervey Bay
Nein, das sind keine in die Wärme fliegende Vögel. Das sind monströse Fledermäuse!
Bei Agnes Water/Town of 1770 hatten Charlotte, Mellie und ich einen langen Vormittag Surfstunden. Muss man ja mal gemacht haben, und der Ort war für uns die letzte Möglichkeit uns aufs Brett zu stellen weil dort das Great Barrier Reef began und das die Wellen abhält. Wir haben das meiste draus gemacht und hatten sooo viel Spaß! Schon innerhalb der ersten zwei Stunden stand ich auf dem Board (ja ok mit einem Schubser in die Welle vom Surflehrer aber pscht) und nach den 4 Stunden waren wir 1. Extrem erschöpft und 2. traurig dass wir nicht mehr Wellenreiten werden können... 
Ansonsten haben wir die Tage am Strand gelegen, mal abends großes BBQ im Park veranstaltet (uuuuund dabei sowohl die Sonne und dann eine Stunde später schockierenderweise den Mond untergehen sehen- ich kenn mich mit Astrologie nicht aus aber das war ne komische mondlose Nacht), einen eiskalten Bach beschwommen und auf den letzten 40km nach Airlie Beach kein Sprit mehr. So kam es dass wir nachts im nirgendwo total verloren an einer (von vielen) geschlossenen Tankstelle standen und warteten. Die Freundlichkeit der Australier ist immer wieder bewundernswert - ein junger Mann hat sich den Po aufgerissen uns einen Kanister Benzin zu besorgen. Und so haben wir es dann auch noch nach Airlie Beach geschafft :-) 
Upper Stony Creek
Dann kamen die Whitsunsays und die können in ihrem eigenen Eintrag glänzen, Fraser Island hatte ja auch die Ehre... 

Wie in dem vorigen Eintrag (Whitsundays) erwähnt haben Marielle und ich noch auf unsere Französinnen warten müssen. Airlie Beach ist klein aber fein, alles richtig süß und gemütlich dort, aber auf längere Zeit etwas langweilig... Marielle hat sich eine doofe Erkältung eingeholt und ich hab etwas Zeit in der Wohnung von unseren Crewleuten verbracht, die die Tage auch frei hatten und mit denen wir uns super verstanden haben. 
Am 30.04. ging es dann wieder weiter, sind die Tage drauf viel gefahren und hatten Stops in der krank aktiven und sportlichen Stadt Townsville (ne wirklich so viele Hardcore-Jogger auf einem Haufen hab ich noch nie gesehen!), den Rockpools (viel Stein und Wasser, alles natürlich & erfrischend), viiiielen anderen Wasserfällen, Missions Beach für Mellies Skydive und dem Daintree Regenwald. Außerdem haben wir noch eine Nacht am Bingil Bay am Strand gezeltet, zum Sonnenaufgang sind wir aufgewacht und es war sooo schön!
Townsville

Rockpools
Wallaman Falls
Finde den Fehler
Bingil Bay Campsite
Josephine Falls
Milla Milla Falls
Am 04.05. kam der Ende unseres Mädels-Roadtrip durch die Ankunft in Cairns. Zur Feier des Tages sind wir essen gegangen (natürlich in dem Restaurant mit den besten Meal-Deals!), Marielle und ich sind dann in ein Hostel eingecheckt weil es für uns so gut wie unmöglich ist in der Stadt zu zelten - Mellie & Charlotte schlafen ja einfach im Van :-) 

Dienstag, 5. Mai 2015

Whitsunday Sailing

Ein weiteres Highlight der Ostküste sind die Whitsundays - und das mit guten Grund!
Im vornherein hatte ich eigentlich gar nicht so wirklich ne Vorstellung von der ganzen Tour, hab die Tour eigentlich allein nur wegen dem berühmten Whitehaven Beach gebucht, aber im nachhinein kann ich sagen, dass ich sie liebend gerne nochmal machen würde (und das immer und immer wieder)! Die ganze Stimmung und das segeln war einfach total perfekt und wenn ich mich zwischen Fraser Tour und den Whitsundays entscheiden müsste, würde ich vermutlich zweiteres nehmen.
Abgelegt hat unser mittelkleines Boot am Airlie Beach, besetzt mit ca 30Reisenden aus ganzer Welt und vier 20-30 Jahre jungen Crew Männern. Die Größe der Gruppe und vor allem auch die Gruppe selbst waren toll, alles hat super gestimmt! Im Gegenteil zu der Fraser Tour hat sich nicht alles gruppiert und hierarchisch angeordnet, jeder hat mit jedem geredet und es war einfach eine lockere und angenehme Atmosphäre.
Die Tour ging 2 Nächte und 2 Tage, das Wasser hatte ein wunderwunderschönes türkisblau und man hat überall Schmetterlinge rüberfliegen sehen. Am ersten Tag waren wir von ein paar süßen Schildkröten umringt, nachts kamen ein paar kleine Haie ums Boot geschwommen.
Tagsüber sind wir schnorcheln gegangen, haben Whitehaven Beach besucht, wurden mit gutem Essen versorgt und haben die Sonnenuntergänge an den schönsten Spots genießen dürfen. Abends wurde zusammengesessen, Musik gehört, ein wenig getrunken begleitet von den verschiedensten & unterhaltsamen Trinkspielen und gelabert.
Das schnorcheln war total cool, einer von der Crew ist mit dem Boot rumgefahren und hat alle mit Fischfutter beworfen, wo die Fische dann nur so rumgehopst sind. Als wir aus dem Wasser rausgekommen sind, gab es eine Rutsche und Sprungbrett vom Boot aus, bevor sich dann alle über das ganze Boot verteilt in der Sonne geröstet und aufgewärmt haben (und dem Kapitän die Sicht aufs Meer durch halbnackte Körper verwehrt haben).
Der berühmte Whitehaven Beach war wunderschön, ein krass weißer Sandstrand und im Kontrast zu dem schönen Meerblau echt unbeschreiblich schön. Ich muss an dem Punkt zugeben, dass ich trotzdem ein klitzeklein wenig enttäuscht war (und ich fühl mich total undankbar das zu sagen). Ich glaub nämlich wir waren gar nicht an dem Hauptstrand und es war irgendwie nur so eine kurze schmerzlose Sache mit ein paar Gruppenfotos nicht mal mit dem schönen Hintergrund... Whitehaven Beach wird eben immer soooo gepriesen und da kam ich mit vermutlich zu hohen Erwartungen hin.

Die Fahrt zurück sind wir dann ein paar Stunden gesegelt, was total cool war aber für die meisten gar nichts zu Sache tat, denn die Wellen waren so hoch, dass das ganze kleine Boot stundenlang so stark gewackelt hat, dass 75% der Anwesenden seekrank wurden, schneeweiss im Gesicht dastanden und auf einen Punkt gestarrt haben in der Konzentration nicht zu brechen (ein paar mussten nach hinten flüchten, um ins schöne blaue Meer zu reiern).

Montag (29.04.) sind wir dann mittags wieder im Hafen angelegt, Marielle und ich mussten uns den Nachmittag über erstmal wieder ordnen - Hostel, Gepäck, Wäsche, Nahrung, Zivilisation... Abends ging es dann zu der Abschiedsparty in der örtlichen Bar, wo alle - sowohl Besucher als auch Crew - nochmal ordentlich einen auf den Putz gehauen haben bevor es für die meisten am Tag drauf weiter ging.

Marielle und ich haben noch die 2-3 Tage drauf in dem kleinen Städtchen verbracht, weil Mellie und Charlotte ihre Tour zwei Tage verschoben hatten. Haben uns aber ne gemütliche Zeit da gemacht :-)

Charleston - "that‘s where I left my heart at"

Ein Satz, der von mir stammt. Hab ich ihm Gespräch zu einem Amerikaner auf Utila erwähnt und Jonas macht sich bis heute über die Aussage lus...